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Workshop «Vom Wechselbad der Gefühle zum Perspektivwechsel»
Mein Hintergrund
Ich bin jetzt 46 Jahre, weiblich, und hatte immer schon sehr starke Regelschmerzen. Das ist das eine. Seit knapp zwei Jahren bis vor kurzem hatte ich zusätzlich mit sehr starken emotionalen und Stimmungsschwankungen zu tun, vor allem in der Woche, bevor meine Menstruation begann. In zwischen habe ich über diese Phase – auch PMS oder PMDS genannt viel gelesen (siehe dazu auch den Beitrag «PMDS: Wenn der Zyklus die Persönlichkeit verändert»).
Vor etwa einem Jahr begann ich damit, das Medikament Utrogestan (Wirkstoff Progesteron) zu nehmen, um den scheinbar sich verändernden Hormonen entgegenzuwirken und somit Einfluss auf die Gefühlsschwankungen zu nehmen. Erst 100 mg, ein paar Monate später 200 mg. In Verbindung mit meinem Burnout vor einem Jahr brachte dies allerdings nicht mehr viel, mein ganzes System war völlig durcheinander. Seit kurzem nehme ich eine Minipille (Wirkstoff Gestagen). Das führt dazu, dass ich meine Regel gar nicht mehr habe und ich bin sehr erleichtert.
Neben dieser Erfahrung interessiert mich inzwischen das Thema Menopause sehr. Vor allem die Tatsache, dass sie offensichtlich viel früher beginnt als viele denken. Und obwohl ich mich aktuell durch die Einnahme der Hormone viel besser fühle, sind einige Symptome wie das Gefühl von Umbruch, Erschöpfung, Wut und Gereiztheit nach wie vor ein Thema. Deshalb nehme ich an diesem Workshop teil und bin sehr gespannt auf den Input von Kunsttherapeutin Nathalie Danzeisen und Gynäkologin Dr. med. Monika Bénayat, die uns durch den Workshop leiten werden.
Auch ist es für mich seit langem mal wieder ein Workshop im «Echten Leben», also nicht online, sondern physisch. Ich freue mich sehr, die anderen Frauen kennenzulernen.
Workshop
Die Wechseljahre bedeuten für viele Frauen eine Zeit, die einige Veränderungen mit sich bringt – eine Zeit des Umbruchs und des Wandels. Der Körper verändert sich zusehend und «das Wechselbad der Gefühle» geht einher mit Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gereiztheit und Erschöpfung. Gedankenkreisen, «sich Sorgen machen» und vermehrte Ängstlichkeit können zunehmen. Auch depressive Verstimmungen und Erschöpfungsdepressionen sind in den Wechseljahren häufig – die Hormone «spielen verrückt» und wirken sich auf das Wohlbefinden aus.
Wechseljahre bieten aber auch eine Chance, sich von «alten Glaubenssätzen» und «Vorstellungen von sich» zu verabschieden, sich mit unterschiedlichen Gefühlen (z.B. Wut) zu verbinden und freigewordene Kraft positive zu nutzen für neue Visionen und die Entwicklung einer «stimmigen Versionen von sich selbst».
Kunsttherapie biete überraschende Zugänge und immer wieder die Möglichkeit der «Selbstgestaltung». Sich in solchen Lebensübergängen begleiten zu fühlen, erleichtert den Weg und öffnet neue Perspektiven.
Durch kunstorientierte Methoden tauchen wir in die Thematik ein und kreieren einen Raum für neue Erfahrungen und Erlebnisse. Konkrete Informationen zu hormonellen Veränderungen und deren Wirkung auf Körper und Psyche verhelfen zu einem besseren Selbst-verständnis. Diese Tag soll den Wechseljahre einen würdigenden Rahmen geben und neue Perspektiven eröffnen.
Für diesen Workshop-Tag sind keine gestalterischen Vorkenntnisse oder Begabungen nötig.
Kosten
170.– inkl. Material
