Bei meinem Eierkonsum – Proteine und so – sammeln sich einige dieser süssen Pappschachteln an. Die kleine, ziemlich geniale Architektur fasziniert mich und ich kann schon allein deshalb nicht alle einfach platt machen und in den Papiermüll werfen.
Rückblende: In der Grundschule haben wir zu Sankt Martin aus zwei 10er-Eierkartons Laternen gebastelt. Die kleinen Böden wurden rausgeschnitten und mit verschieden farbenem Transparentpapier hinterklebt. Sah ein bisschen aus wie ein bunte Ampel.
Jedenfalls dachte ich mir, „irgendwann“ mach ich mal was da draus. Und dies ist aus den ersten Exemplaren geworden: Zwei Schaukästen, Bilderrahmen, Wandobjekte.
Das Material bleibt sichtbar: die Kanten, Rundungen, die kleinen Unebenheiten und Löcher. Verziert mit alten Borten, die ich vor Jahren unbedingt in einer Mercerie kaufen musste, weil ich sie unfassbar schön fand – find ich übrigens immer noch. Sie haben nur auf ihren Einsatz gewartet.
Bei einem Objekt trifft das Altmodische der Borte auf eine knallige Neon-Schnur. Dazu rahmt die goldene Borte ein Blumenbild, das aus einem Magazin stammt. Das Bild mit „Bisous“ ist eine von mir gestaltete Postkarte.
Ich mag die Kombi aus: etwas Weggeworfenes, etwas, das man einmal unbedingt haben musste, altes Material und Neon. Magazinbild und selbst gestaltete Postkarte. Kitsch, Handarbeit, Erinnerung und ziemlich banale Alltagsgegenstände.
Übrigens
Die Postkarte mit dem Schriftzug «Bisous» gibt’s im KT-Shop.
